Meisterwerkstatt

Waldkircher Orgelbau

Die neue Übungsorgel für das Grand Theatre in Qingdao/China

3D ANsicht der neuen Übungsorgel in das Konzerthaus Qingdao/China

Das mit seinen fünf Registern ausgelegte Instrument, zeigt eine von mehreren Varianten des neuen Konzeptes für Übungsinstrumente der Waldkircher Orgelbaumeister Heinz Jäger und Wolfgang Brommer. Die für das Konzerthaus und Musikhochschule Qingdao verwirklichte Konzeption ist im Ergebnis  durch seine konstruktive Stringenz für den Bau von Kleinorgeln Richtung weisend. Das Instrument ist gekennzeichnet von einem klaren durchstrukturierten Aufbau. Das auf drei Windladen angeordnete Pfeifenwerk ist gut zugänglich angeordnet. Die Spiel- und Registertraktur ist rein mechanisch ausgeführt. Die Zwillingslade des II / III Manuales ist mit Trennschieden konstruiert. So ist eine absolute Zuverlässigkeit der Register auf Wechselschleifen auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen gesichert. Sämtliche Stifte und Achsen der Orgel wurden in Edelstahl ausgeführt.

Disposition

I. Manual C-a'''

1. Prinzipal  8'
2. Oktave  4'
3. Quinte 2 2/3'
4. Doublett 2'

Pedal C-f'

10. Subbaß 16'

Koppeln:
II/I; II/P; I/P; I/I Super; 
Optional II/I Sub

II. Manual C-a'''

5. Gedeckt 8'
6. Rohrflöte 4'
7. Sesquialter 2fach
8. Flöte 2'
9. Vox Humana 8'

III. Manual C-a'''

Gedeckt 8' aus II
Rohrflöte 4' aus II
Flöte 2' aus II
Vox Humana 8' aus II

Weitere Varianten der Übungsorgel:

Disposition II

I. Manual C – a'''

1. Salicet 8'
2. Fugara 4'
3. Sesquialter 2 fach Halbzug 2 2/3'
4. Piccolo 2'

Pedal C-f'

8. Subbaß 16'

Koppeln:
II/I; II/P; I/P; I/I Super;
Optional II/I Sub

II. Manual C-a'''

5. Gedeckt 8'
6. Rohrflöte 4'
7. Vox Humana 8'

III. Manual

Gedeckt 8' aus II
Rohrflöte 4' aus II
Vox Humana 8' aus II

Disposition III

1. Manual C-g'''

Salicet 8'
Fugara 4'

Pedal C-f'

Subbass 16'

Koppeln:
I/Ped, II/Ped, II/I, Super I/I

2. Manual C-g'''

Gedeckt 8'
Rohrflöte 4'

3. Manual C- g'''

Gedeckt 8' (aus 2.Manual)
Rohrflöte 4' (aus 2.Manual)

Sämtliche Holzmechanikteile wurden vor dem Einbau in das Instrument mehrmals Luftfeuchtigkeitswerten zwischen 20 % und 80% ausgesetzt. So konnten Einzelteile mit hoher Eigenspannung ausgesondert werden.

Insbesondere die Klanglichkeit der Orgel überzeugte die Auftraggeber. Das ausgewogene, dynamische Klangbild, darf als sehr gelungen attestiert werden und basiert hauptsächlich auf den für den jeweiligen Aufstellungsraum individuell gestalteten Mensuren, die als weiter bezeichnet werden dürfen. Die großzügig bemessene Windanlage, mit leicht ansteigendem Winddruck verleiht der Orgel ausreichenden Wind in den Laden.

Zugelötete und auf Ton geschnittene Pfeifen für eine optimale Stimmhaltung. Selbstredend eignet sich das neue Konzept der Waldkircher Werkstatt nicht nur als Übungsorgel, nein, in Kapellen, Friedhofshallen, Musikschulen und im privaten Umfeld bereichert so ein Instrument ungemein. Die weiten Mensuren wirken sich im Klang der Orgel sehr positiv aus. Alles klingt fundamentaler, satter und runder.

Im ganzen asiatischen Raum wird der musikalischen Ausbildung der Kinder, Jugendlichen und der Studenten eine sehr große Aufmerksamkeit gewidmet. In der Frage, auf welcher Art von Tasteninstrumenten ausgebildet und geübt werden soll, wird immer häufiger das Original gewählt. Das mechanische Klavier, der Konzertflügel und die mechanische Pfeifenorgel.

Als Gründe dafür werden von den Pädagogen ins Feld geführt, dass auf mechanischen Instrumenten die Ermüdung der Finger und des Gehörs weit weniger schnell eintritt, als bei vergleichbaren elektronischen Ersatzinstrumenten. So ist zu hoffen, dass sich diese Überzeugung weitere Verbreitung findet und damit der Platz der Königin der Instrumente in der Musikkultur gestärkt wird.

Rein mechanische Spiel und Registertraktur. Windlade für II und III Manual als durchschobene Zwillingslade mit Trennschieden, ohne Rückschlagklappen.

Unser Orgeltagebuch

Die Lademannschaft vom 20.12.2011. Alles ist gut und sicher verpackt und im Container eingelagert. Nun geht die weiter Reise der 5 Container gen Qingdao los. Die Container sind dann bis 15. Februar 2012 auf dem Seeweg nach China unterwegs. Wir werden ab 1. März 2012 aus Qingdao und aus dem wunderbaren Konzerthaus dort wieder berichten.

Der Container mit unserer neuen Orgel für das Konzerthaus in Qingdao geht auf die lange Reise.

Nach knapp einer Stunde ist der Container geladen.

Die letzten Packstücke: die Hebelifter für die Übungsorgel. Mit ihnen kann die gesamte Orgel bequem vor Ort bewegt werden.

Stück für Stück werden die Packstücke sorgfältig in den Container verladen.

Der Container ist vor unserer Werkstatt angekommen und wir beginnen mit dem Laden der Orgelteile.

OBM Heinz Jäger fertigt das „Meeresrauschen“ zu unserer grossen Konzertsaal-Orgel in Qingdao. Der Bericht über diese grosse Orgel mit 74 Registern  folgt ab Frühjahr 2012.

Blick in die Orgel Transportkiste

Auch in den Kisten sind die Orgelteile gegen Erschütterungen während des langen Transportweges geschützt.

Alle Teile sind verpackt. Am morgigen Dienstag, den 20. Dezember, kommt um 8 Uhr der Container.

Für den Schutz der hochwertigen Klaviaturen haben wir extra eine Holzverschalung gebaut.

Auch die Pfeifen werden sorgfältig einzeln verpackt und in Versandkisten sicher verpackt.

Die Orgel ist für den langen Überseetransport komplett zerlegt und in Versandkisten sorgfältig verpackt.

Die Holzpfeifen für die Übungsorgel sind fertig und können in die Orgel eingebaut werden.

Zur Zeit bauen wir die Traktur in die Übungsorgel ein.

Die Orgel ist beweglich gestaltet. Der Subbass steht auf einem trennbaren Rückpodest.