Meisterwerkstatt

Waldkircher Orgelbau

Disposition zur Orgel

Die neue Orgel in Kieselbronn

Zur Geschichte der Orgeln (soweit uns bekannt): Die erste Kieselbronner Orgel von J.Ch.Müller aus dem Jahre 1751 wurde 1764 wegen Platzmangel auf der Empore in den Chorraum verlegt. Sie wurde nach mehrfacher mutwilliger Beschädigung jeweils vom "Schullehrer" (= Organisten) repariert. 1831 wurde diese Orgel für irreparabel erklärt und 1833 wurde die neue Orgel der Geb.Stiefel aus Rastatt eingebaut. Ihr folgte dann 1914 die Ziegler- Orgel, wobei das alte Orgelgehäuse weiter verwendet wurde. Diese Situation im Chorraum hielt dann bis zur dritten Orgel 1964 auf der Westempore. Die neue Jäger & Brommer Orgel wurde nun wieder an den Platz der aller ersten Orgel von 1751 - der nördlichen Seitenwand - aufgestellt

Unser Orgeltagebuch

Sonntag, 5.Oktober 2008: Unsere Orgel ist eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben!

Blick zur Orgel aus dem Chorraum heraus

Die Kirche war abermals gefüllt um der Orgelvorführung von Dr.Kares beizuwohnen.

Nach dem Empfang gab Dr.Kares in seiner meisthaft bewährten Art eine Orgelführung für Jung und Alt.

Die Spenderliste Pedal

Tastenpatenschaften

Es gab viele, viele Spender um das Orgelprojekt finaziell zu meistern. Auch von uns ein DANKE dafür.

Die Spenderliste II.Manual

Tastenpatenschaften

Die Spenderliste I.Manual

Tastenpatenschaften

Intonateur Gerhard Rinderle assistiert bei der Intonation. Als Organist kann er auch die Orgel entsprechend spielen. Dies ist sehr hilfreich um die Klänge unserer Orgel im Kirchenruam entsprechend fein zu intonieren.

Der Principal 8' wird vor Ort intoniert. Herr OSV Dr.Kares war am Freitag, den 5.9.08 zum Abhören der ersten Töne in Kieselbronn.

Die Intonationsarbeiten haben am Mittwoch, den 3.September planmäßig begonnen. OBM Heinz Jäger öffnet den Zugang zum Hauptwerk, um mit dem Einbau der Pfeifen zu beginnen.

29.August 2008:

Die Orgel ist optisch fertig aufgebaut. Ab Mittwoch, den 3.September beginnen die Intonationsarbeiten.

Jede unserer Orgeln wird signiert und steht stellvertretend für und mit unseren Mitarbeiter für beste Qualität.

Ein Blick von der Empore. Der Prospekt ist fertig!

Frieder Asch beim Einbau der Prospektpfeifen.

Ein erster Blick aus dem Chorraum auf die "Schwalbennest-Orgel" - dem angestammten Platz der Orgel seit 1751 (siehe: Kurze Orgelgeschichte weiter unten in der Bildergallerie bei den historischen Aufnahmen).

Unsere Mitarbeiter: Frieder Asch, Andreas Reinbold und Karl-Heinz Hermann waren sehr fleissig und so konnte mit dem heutigen Tag, Freitag, den 29.8.2008, der technische Teil der Orgelmontage abgeschlossen werden.

27.8.2008 - Das Technikteam am II.Tag der Montage:

in der Orgel unten B.Max, oben in der Orgel A.Reinbold, auf der Leiter K.H . Hermann, davor F.Asch und W.Brommer.

Die Arbeiten zum technischen Teil werden bis 29.8.08 abgeschlossen sein. Ab 1.September 08 beginnt dann unter Leitung von OBM H.Jäger die Intonation.

Orgelweihe: 5.Oktober 2008!

ORGELWOCHE in Kieselbronn vom 17.bis 23.November 08. Nähere Informationen beim Pfarramt und auch auf unserer Internetseite hier.

Die Einbauten gehen gut voran.

So langsam wird unsere Orgel sichtbar.

Die Verpfelgung ist hervorragend und wir waren und sind im Gasthaus "Hirsch" bestens versorgt. Hier zu sehen: Pfarrerfamilie Mall und die Wirtin Frau CHRISTA FEGERT vom "Hirsch". Sie hat u.a. auch das Register: "Principal 8'" gespendet" !

Hier das alte Backhaus und die Rückseite des Gemeindehauses von Kieselbronn.

Überraschung: Wir bakamen aus dem bei der Kirche gelegenen Backhaus der Gemeinde frisch gebackenens Bauernbrot.

Herr SCHLEGEL vom "Zwinger Hof" überreichte uns das von seiner Frau gebackene Brot. Mit in der Backstube war auch Frau Pfister und ihr Sohn. Uns begeistert, dass die alte Tradition des Brotbackens im Backhaus auch heute noch weiter gerführt wird.

Dienstag, 27.8.08: Das Gehäuse nimmt Gestalt an!

Ein Blick durch die Dachöffnung des Ansaugkanals auf die bereits gelegten Windladen und in das Kirchenschiff.

Die Verpfelgung vor Ort war BESTENS. Hier unsere erste Kaffee-Pause. Mit dabei von links nach rechts:

OBM W.Brommer, OB A.Reinbold,OB F.Asch, Azubi B.Max, Azubi KH Hermann, Azubi S.Paal, Schreinermeister J.Lay und Praktikant Georg.

Bald war das Untergehäuse aufgestellt und der Kranz wurde aufgelegt.

Gleich nach dem Ausladen wurden die Orgelteile auf die Empore gezogen.

In der Kirche war alles bestens vorbereitet. Pfarrer Mall (im Vordergrund) beobachtet alles.

Nach dem LKW wurden die Orgelteile samt Spieltsich aus unserem Lieferwagen geholt.

Viele Mithelfer aus der Gemeinde warteten auf uns und unsere Orgel zum Ausladen.

Dienstag, den 26.August 2008: Unsere Anfahrt auf der A8 Richtung Stuttgart war schwierig... Der übliche Stau. Aber wir waren fast pünktlich und hatten nur ca. 20 Min. Verspätung.

25.08.2008: Zum Schluss werden noch die kleinen Metallpfeifen sorgefälftig eingehüllt und eingeladen.

Im LKW ist alles sicher für den Transport verschraubt.

Die Fahrt kann beginnen.

Montag, 25.August 2008: Es ist soweit. Der LKW ist vorgefahren und wir beginnen mit dem Einladen

Sorgfältig wurden die weiß lasierten Gehäuseteile in Folie eingepackt.

Am Montag, den 25.August 2008 kommt der LKW. Alle Orgelteile werden dann eingeladen um

DIENSTAG, den 26.August 2008 geliefert zu werden.

Wir sind dann ab 9 Uhr vor Ort in Kieselbronn.

Besuchen Sie uns in Kieselbronn bei Pforzheim.

Samstag, den 23.Augsut 2008: Alle Teile der Kieselbronner Orgel sind für den Abtransport gerichtet.

Auszubildender Karl Heinz Herrmann richtet die Gehäuseteile vor, die mit einer weißen Kalklasur behandelt werden.

Die neue Empore ist fertiggestellt und für den Einbau der neuen Orgel vorbereitet.

8.8.2008 - Fast schon wie bei Olympia: Unsere Orgel für Kieselbronn ist fertig gestellt und Frieder Asch ist dabei, alle technische Teile sorgfälltig abzubauen und für den Transport vorzubereiten.

Frieder Asch reguliert die Koppeln ein. In diesem Fall die Koppel der Manuale:
sie ermöglicht es dem Organisten Register des 2.Manuales im 1.Manual zu spielen.

Orgelbauer Martin Steiner baut die Prospektpfeifen ein

Die Windladen sind gelegt und nun beginnen die Einbauten der Spiel- und Registertrakturen.

Der Zusammenbau des Gehäuses hat begonnen. Nun folgen die Einbautarbeiten der Windladen, Spieltraktur, Registertraktur und Spieltisch.

Michaela Klausmann ist mit Freude an Ihrer Arbeit. Sie bohrt Wippen für die Spieltraktur.

Bernhard Max richtet hier die Ventilfedern. Eine sehr wichtige Arbeit die er mit genauem Auge und viel Feingefühl ausführt.

Lorenz Schöwörer schleift die Schwellerjalousien und leimt den Dämmfilz auf.

Unten links und rechts sind die Bodenbretter der Windlanden des II.Manualwerk einbeaubt. Der stehende Magazinbalg und Abgangskanal sind in der Mitte. Das Gehäuse wird nun weiter aufgebaut.

Martin Steiner baut die "Schweller" im Untergehäuse ein. Frieder Asch bereitet den Einbau der Windlade des II.Manualwerk vor.

Martin Steiner beim Zusammenbau des Obergehäuses. Alle Teile sind fertig und werden in KW 36 auf das Untergehäuse gesetzt. Gut zu erkennen: Die Gestaltungsidee mit dem breiten und umlaufenden "Band".

Frieder Asch sorgt für guten Wind aus und in allen Kanälen.

Orgelbauer Michael Hiss baut die fertig lackierten Stahlwellen in das Wellenbrett ein. Höchste Präzision und Fingerspitzengefühl ist erforderlich damit später die Spieltraktur sauber und fein gespielt werden kann.

Martin Steiner baut das Obergehäuse zuerst liegend.

Hier zu sehen: die Rückwand und die seitliche Turmfüllung.

15.8.07: Altgeselle Martin Steiner fertigt das massive Orgelgehäuse. Das Untergehäuse ist fertig und so gehen die Arbeiten am Obergehäuse weiter. Hier zu sehen das Mittelfries mit der für dies Orgel markanten "Rundung"

Martin Jäger - unser Windladenspezialist - brennt die Bohrungen der Stöcke mit unserem eigens angefertigten Brennkolben aus. Die eichenen Bretter werden so "ungefährlich" für die Zinnfüße der Pfeifen gemacht.

Karl-Heinz Hermann vernietet jedes einzelne Ärmchen an die eisernen und mit Sand gefüllten Wellen der Spieltraktur. Hier die Wellen (im Vordergrund noch zu sehen) des I.Manualwerk.

Andreas Reinbold fertigt die hölzernen Prospektpfeifen an. Die "Deckblätter" sind aus dem gleichen Holz wie das massive Eschengehäuse.

Neben ihm sind die vorgefertigten Windkanäle für die Weiterverarbeitung aufgestellt.

Die Windladen sind fast fertig: die Windkästen werden aufgeleimt. Danach wird die Innenfläche doppelt lackiert. Die Stöcke sind fertig, die Schleifen sind fertig und die Ventile müssen dann nur noch eingebaut werden.

7.8.07

Die Rückwand des Untergehäuses ist eingearbeitet. Die Lager für die Registermechanik sind eingezapft.

Freitag, den 20.Juli:

Frieder Asch fertigt den Magazinbalg, der später senkrecht in der Orgel seinen Platz finden wird.

Donnerstag, den 19.Juli:

Viele interressierte Gäste sind von der Gemeinde aus Kieselbronn angereist um sich über den Stand der Arbeiten in unserer Werkstatt zu informieren.

Pfarrer Mall begrüßte und OBM W.Brommer berichtete auch über die große Orgelbautradition in Waldkirch (seit 1799).

Windladenbauer Martin Jäger fräst die einzelnen Pfeifenlöcher. Auf jedes von ihnen steht später eine Pfeife.

Die Oberflächen aller Friese werden mit einer sogenannten Finiermaschine bearbeitet. Sie zieht wie bei einem Handhobel einen feinen Span von der Oberfläche.

Pfarrer Mall, die Organistinnen , Kirchengemeinderäte und Sponsoren zu Besuch in unserer Werkstatt am Freitag, den 13.Juli 2007.

Die Metallpfeifen sind alle fertig hergestellt und werden nun sorgfältig bearbeitet.

Orgelbaimeister H.Jäger erklärt wie ein Pfeifenrohlinmg zu, "Klingen" gebracht wird.

Es gab schon viel zu sehen: der Spieltisch ist einbaufertig.

Das Gehäuse ist im entstehen. Die Wellenbretter werden bald fertig sein.

Orgelbaumeister Heinz Jäger erklärt die Windladen. Die Kanzellenrahmen sind bereits verleimt und nun beginnen die Arbeiten zu den Schleifen /Stockbohrungen.

Es geht gut voran. Die Orgel soll Ende November eingebaut werden.

Gehäusebauer Martin Steiner hat den Grundrahmen der Orgel auf dem Werkstattboden ausgelegt. Nun baut er Stück für Stück die (im Bild rechts zu erkennen) einzelnen Gehäuseelemente auf dem Rahmen auf.

Windlandenbauer Martin Jäger bohrt die Löcher für die Fixierdübel der Stöcke.

Windladenbauer Martin Jäger leimt die sogenannten Dämme auf. Sie tragen später das ganze Gewicht der Stöcke und Pfeifen. Sie sollen den Abstand zwischen Windladenfundament und Stöcken immer konstant halten, damit die Schleifenmechnik immer leichtgängig und dicht funktioniert.

Die Spieltischchassis nimmt Formen an: Das Wellenbrett für die Pedalkoppel ist eingebaut, ebenso die Mechanik für die II / I Koppel. Jetzt folgen der Einbau der Klaviaturen und der Mechanik für die Pedalkoppelein- und Ausschaltung.

Die Rahmen auf denen später die Windladen ihren Platz finden werden an den Seiten von Martin Steiner eingazapft um maximale Festigkeit zu erreichen.

Windladenbauer Martin Jäger verleimt das Basis- und Bodenbrett der Windladen. Sie sind aus wasserfest verleimten lettischem Birkensperrholz in bester Qualität.

Orgelbauer Martin Steiner und Auszubildender Lorenz Schwörer richten auf unserem Holzplatz das Eschenholz für das Gehäuse zu.

Windladenbauer Martin Jäger fertigt die Kanzellenrahmen - das "Herz" der Orgel - hier noch offen und sichtbar.

Frieder Asch bei der Herstellung der Kleinteile für die Querkoppel. Winkelbalken dazu im Hintergrund.

Der Speiltsich ist bereits gut zu erkennen: die Lagerungen der Wippen, Fusstritte und der Schwelltritt.

Hier übernimmt Martin Jäger die Teilung vom Teilungsstab für die Längsfriese der Windladen. Sie bestimmen an welcher Stelle Nuten für die Kanzellenabtrennung eingefräst werden.

Windladenbauer Martin Jäger verleimt hier die Seitenwangen der Windladen. Auf dem Tisch im hinteren Teil des Bildes liegen die wichtigsten Instrumente des Windladenbauers: die Teilungsstäbe. Sie geben die genaue Teilung der Abstände auf der Windlade vor.

Pfarrer Mall zeigt: hier soll die neue Orgel hin!

Spieltischbauer Frieder Asch beim Abnehmen der Maße für den Spieltisch.

Rechts von ihm der Gesamtplan und im Vordergrund die ersten Winkelbalcken.

Spieltischbauer Frieder Asch erklärt Lorenz Schmidt die nächsten Arbeiten. Er wird die ersten Vorarbeiten für die Abstrakten im Spieltischbereich erledigen. Dazu gehören z.B das Ablängen von Abstrakten und das Vorbereiten der Mechanikelemente für den Einbau in den Spieltisch. Im Hintergrund gut zu erkennen sind die Pläne im Maßstab 1:10. Sie werden mittels CAD auskonstruiert und auf einem Großformatplotter ausgedruckt.

Alle Teile für die Windladen sind im Rohschnitt aufgestapelt um sie mit der Raumluft zu aklimatisieren.

Windladenbauer Martin Jäger hat die Schleifen roh zugeschnitten und lagert sie nun hängend bis sie weiter verarbeitet werden können.

Die Evangelische Stephanuskirche in Kieselbronn

Die Texttafel an der Kirchhofmauer.

Ortstermin am Donnerstag, den 16. November 2006:

Pfarrer Markus Mall erklärt die verschiedenen Möglichkeiten zu den anstehenden Umbauarbeiten an der Empore.

Kontakt:

Evangelische Kirchengemeinde Kieselbronn
Pfarrer Markus Mall
Zwingerhof 2
D-75249 Kieselbronn
Telefon: 07231/51936, Telefax: 07231/562407

E-Mail:

Kirchengemeinde-Kieselbronn(at)t-online.de

Internet: www.Kirche-Kieselbronn.de

Hier zu sehen: die alte Emporensituation. Was bleiben wird: die seitlich umlaufende Empore - neu gestaltet. An der Kirchen -Seitenwand wird die neue Jäger & Brommer Orgel wie eine "Schwaldbennest-Orgel" ihren Platz finden.

Vom Kirchengemeinderat:
Ulrich Rehm und Rudolf Mehl,
vom Arbeitskreis "Neue Orgel": Willi Lötterle.
Von der Landeskirche
Herr OSV Dr. M. Kares und Kirchenbauoberamtsrat Dunke.

OSV Dr. Martin Kares studiert die ersten Konstruktionszeichnungen zur neuen Orgel.

Die "alte"Orgel seit Anfang der 70er Jahre. Sie wird wohl umgebaut und wird eine "neue" Heimat finden.

Erbauer Fa. Kemper 1964

Der alte Lettner mit der Orgel bis 1961.

Erbauer der abgebildeten Orgel: Ziegler - Steinsfurt 1914

Die Emporensituation bis 1961.

Zur Geschichte der Orgeln

(soweit uns bekannt):

Die erste Kieselbronner Orgel von J.Ch.Müller aus dem Jahre 1751 wurde 1764 wegen Platzmangel auf der Empore in den Chorraum verlegt. Sie wurde nach mehrfacher mutwilliger Beschädigung jeweils vom "Schullehrer" (= Organisten) repariert. 1831 wurde diese Orgel für irreparabel erklärt und 1833 wurde die neue Orgel der Geb.Stiefel aus Rastatt eingebaut. Ihr folgte dann 1914 die Ziegler- Orgel, wobei das alte Orgelgehäuse weiter verwendet wurde. Diese Situation im Chorraum hielt dann bis zur dritten Orgel 1964 auf der Westempore.