Die Restaurierung der Welte-Orgel im Augustinermuseum Freiburg
Unsere Restaurierungsabteilung von "Waldkircher Orgelbau Jäger & Brommer" wurde mit der Restaurierung und dem Wiederaufbau der in ihrer Art einmaligen Kirchenorgel im Freiburger Augustinermuseum beauftragt.
Im Orgel - Tagebuch sehen Sie Bilder zu den durchgeführten Arbeiten. Die Arbeiten zur Restaurierung der Welte - Orgel begannen am 24.Juni 2009.
Bereits 2005 hatten wir diese Orgel auf Grund der Sanierung des Augustinermuseums komplett abgebaut und eingelagert.
Zur Wiedereröffnung des Museum am 21.März 2010 konnten wir diese Orgel in Dienst stellen. Sie begesitert wieder auf ihre musikalische Art die vielen Museumsbesucher und Fachleute.
-> Zur Geschichte der Vorgängerorgel in Gengenbach
-> Zur Geschichte der Orgel
-> Zum Orgelabbau im Jahr 2005
-> Disposition der Orgel
zur Internetseite zur Orgel: www.welteorgel.com
Samstag, 24. April 2010: Erstes Konzert der neuen Konzertreihe im Augustinermuseum in Freiburg. Jeden Samstag wird nun bis Ende Juli um 12 Uhr jeweils für 30min die Welte-Orgel erklingen. Studenten der Musikhochschule werden abwechselnd ein interessantes Konzertprogramm auf der Orgel hörbar machen. Den Anfang machte Herr Prof.Martin Schmeding. Er erklärte die Orgel und ihre Besonderheiten und führte den zahlreichen Zuhörern die Orgel mit verschiedenen Orgelwerken optimal vor. Die Begeisterung war gross und alles sind gespannt auf die kommenden Konzerte.
Orgelsachverständiger Prof. Dr. Michael Kaufmann lässt die bereits fertig intonierten Register der Welte-Orgel erklingen.
17. Februar 2010: Orgelsachverständiger Prof. Dr. Michael Kaufmann war heute vor Ort. Zusammen mit Chefintonateur OBM Heinz Jäger wurden die bereits fertig intonierten Register durchgespielt.
Das alte Fabrikgebäude der Welte-Fabrik in Freiburg.
Weitere Information zur Firma Welte:
Unsere Intonationsarbeiten, geleitet von Orgelbaumeister Heinz Jäger, werden bald abgeschlossen sein.

Die nächsten Pfeifen liegen zum Einbau bereit.
Die Pfeifen des Singend Prinzipal 8' im 2.Manual ragen durch den begehbaren Boden des Orgelgehäuses "durch".

Intonateur Hartmut Reiser bearbeitet eine Pfeife aus der Mixtur des Hauptwerks.
Organist und Intonateur Gerhard Rinderle spielt einige Probestücke um die Klangeigenschften der intonierten Register zu testen. In der Bildmitte Intonateur und Orgelbaumeister Heinz Jäger registriert verschiedene Kombinationen.
Gerhard Dangel vom Museum und Bauleiter Hr.Motz besprechen die weiteren Arbeiten rund um die Orgel. Es stehen noch einige Arbeiten im ehmaligen Kirchenraum an.
Die große Cis Pfeife des Prinzipalbass 16' steht abgeführt im Innenraum des Orgelgehäuses.
Davor die Register des Oktavbass 8' und Posaune 16'.

Ein Blick auf die sehr kunstvoll geschnitzten Ornamente der Rundtürme der Welte-Orgel.

In mühevoller Kleinarbeit reinigt Jochen Drechsler die Stahlkonstruktion von Staub und Dreck der Baustelle.
Uli Sekat und Andraes Reinbold biegen die Bleikondukten für die pneumatische Verbindung zwischen der 1. Lade und 2. Lade des 2. Manuals.
Die Hauptwerkslade ist von den Abdeckungen befreit und kann ab kommender Woche mit den Pfeifen bestückt werden.
Gegen Ende des Tages: Der Prospekt ist wieder komplett. Anfang nächster Woche werden wir die technische Montage abschliessen und mit der Intonation beginnen.
Der klingende Prospekt ist eingebaut, nun bringen wir die größten Pfeifen in das Orgelgehäuse ein. Hier im Bild das große Cis.
Ein Blick in den Turm des Prinzipal 8' Prospektfeldes. In der Mitte gut zu erkennen sind die nach oben gerichteten Konduktenenden. Sie werden jetzt noch mit dem Stock verbunden.
Um den Wind von den Prospektladen zu den Prospektpfeifen zu leiten sind einige Kröpfungen der Pappkondukten erforderlich.
Parallel zu den Arbeiten an den Prospektpfeifen richten Orgelbauer Martin Jäger und Karl-Heinz Hermann die Pappkondukten für die Prinziplabass 16' Pfeifen.
Freitag, den 15.Januar 2010: Auch heute waren wir wieder im Augustinermuseum um den Einbau der Prospektpfeifen ab zu schliessen. Das Museum wird offiziell ab 21.März wieder geöffnet:

Die Cis-Seite des Prospektes mit der dahinter liegenden Pedallade. Die Windkanäle aus Holz und Papprohren und auch alle elektrischen Leitungen sind gelegt: Es funktioniert alles einwandfrei.
Ein Blick von der gegenüberliegenden neu entstandenen "Empore". Der Aufbau des restaurierten Orgelgehäuses durch Restaurator Jürgen Felbinger (www.ebeniste.de) ist weitgehend abgeschlossen.
Die Windführung zu den Prospektpfeifen werden nach historischem Vorbild mit Pappkondukten ausgeführt.

Die alten elektrischen Teile der Orgel wurden vorsichtig entfernt. Nun wird die elektrische Anlage von uns durch eine moderne Orgelsteuerung neu aufgebaut.
Nach dem Ausladen vor dem Augustinermuseum müssen wir durch einige Engpässe, um an den endgültigen Aufstellungsort der Orgel zu kommen.
Donnerstag, den 17.Dezember 2009: Mit vereinten Kräften verladen wir den großen Spieltisch in unseren Transporter.
Ein Photo Ende 19.Jahdt., mit der Orgel - Situation: Der Orgelprospekt in der Apsis der Gengenbacher Pfarrkirche vor deren "Modernisierung".
-> mehr zur Geschichte der Vorgängerorgel
Foto links: Quelle: J. N. Schöndienst in Gengenbach im Archiv Berger, ca. 1896
Donnerstag, 4.Dezember 2009: Die Montage der Windanlage hat heute begonnen. Parallel zu den Arbeiten der Gehäuse-Restauratoren bauen wir die Bälge und die Kanäle für die Windversorgung der Orgel ein.
Heute mit dabei (v.l.): Orgelbaumeister Heinz Jäger, Gerhard Dangel, Dr.Markus Zimmermann, Intonateur Hartmut Reiser, Orgelsachverständiger Prof.Dr.Michael Kaufmann und Orgelbaumeister Wolfgang Brommer.
Ein kurzer Blick ins Museum: Noch bleibt viel zu tun. Im eigentlichen Kirchenraum sind die großen Skulturen noch verpackt. Aber nicht mehr lange.......
Um die Pneumatikventile in ihre richtige Posiiton zu bringen werden wir die Laden proviorisch unter Wind setzten und alle Töne anspielen.
Freitag, den 20.November 2009: Wir sind wieder vor Ort im Augustinermuseum. Auch Restaurator Felbinger hat Teile des Orgelgehäuses gebracht. Er wird ab kommenden Montag mit seinen Aufbauarbeiten beginnen.
Die Hauptwerkslade liegt sicher auf den Lagerböcken. Ab kommender Woche werden wir die endgültigen Positionen der Windladen festlegen und sie dann fixieren.
Auch vor Ort war der Leitendende Direktor des Städtischen Museums Freiburg Tilmann von Stockhausen, die Bauleiter Hr.Klein und Hr.Motz sowie Orgelbaumeister Wolfgang Brommer und unser tatkräftiges Montageteam.
Es ist geschafft: Die Hauptwerkslade ist sicher auf der 2.Ebene angekommen. Nun wird sie bis zur endgültigen Positionierung vorübergehend auf Holzlager sicher abgelegt.
Orgelbauer Andreas Reinbold zieht mit einem Seil die am Aufzug befestigte Windlade vom Stahlgerüst weg.
Vom Vorplatz musste die Windlade durch den Voraum des im Innenraum komplett neu gestalteten Gebäudes.
Mit viel Kraft unseres Montageteams haben wir die Laden des 2.Manuals in die untere Ebene eingelegt.
Die Bauarbeiten am und im Gebäude sind noch voll im Gange, daher erschweren uns überall Baumaterialien den Zugang zum Standort der Orgel.
14.November 2009: 8.00Uhr vor dem Augustinermuseum Freiburg: Der LKW mit den Orgelteilen ist vorgefahren. Nun beginnen wir mit dem Ausladen der Orgelteile.
13.November 2009: Heute haben wir die Windladen in den LKW verladen. Sie werden wir morgen früh ins Augustinermuseum transportieren und in die Stahlkonstruktion der Orgel einlegen.
Donnerstag, den 29.Oktober: Orgelbauer Andreas Reinbold setzt die Stöcke auf die fertig restaurierte Windlade des Hauptwerkes auf. Im kommenden Arbeitsschritt werden wir die einzlenen Töne abhören und auf richtige Funktion testen.
Mittwoch, den 21.Oktober 2009: Orgelbaumeister und Restaurator Heinz Jäger überprüft die Arbeiten an den Windladen. Sie sind fertig restauriert. Nun können die Pfeifenstöcke zusammen mit den Membranenventilen wieder auf die Laden aufgesetzt werden.
Freitag, den 16.Oktober: Restaurator Alexander Eckert restauriert die filigranen pneumatischen Ventile.
Orgelbauer Andreas Reinbold und Restaurator Alexander Eckert besprechen die nächsten Schritte der Restaurierungsarbeiten an der Hauptwerkslade.
Auszubildender Joonghae Kim beim Aufbringen der Lederdichtungen für die Pfeifenstöcke der Hauptwerksladen.
12.Oktober 2009: Orgelbauer Andreas Reinbold leimt die Taschenventile mit Warmleim in die fertig restaurierten Windlade des Schwellwerkes ein.
Noch etwas "verstaubt" von den Bauarbeiten im Augustinermuseum: die Stahlauflagen für die Besucher-Plattform, von der aus man sich in Zukunft einen Einblick in das Orgelinnere verschaffen kann.
6.Oktober 2009: Orgelbaumeister Heinz Jäger vor Ort im Augustinermuseum um sich einen Überblick über die bereits fertig gestellten Arbeiten am Stahlgerüst zu verschaffen.
Die Membranen der Einzeltonsteuerung werden sorgfältig restauriert und wieder funktionsfähig gemacht.
Die Rückführnung der Windladenaufbauten auf den originalen Herstellungszustand erfordert viel Geschick und Kenntnis. Neue Rastrierungen sind zum Teil notwendig.
OSV Prof.Dr. Michael Kaufmann inspiziert zusammen mit Herrn Gerhard Dangel vom Augustinermuseum die bereits restaurierten Orgelteile.
Der Spieltisch ist mit der modenren Optoelektronik ausgestattet und schon betiebsbereit. Herr Dangel dokumentiert die einzelnen Bauteile. Herr OSV Kaufmann begutachtet die eingebauten Elektronikteile.
Zur Zeit restaurieren wir auch die Pfeifen der Welte-Orgel. Orgelbaumeister Heinz Jäger rundiert die Prospektpfeifen des Oktave 4´Registers.
7.August 2009: Orgelbaumeister Wolfgang Brommer überprüft die Windlade des 1.Manuals. Als nächstes werden wir die Dichtigkeit der Kanzellen prüfen um dann die Taschenventile wieder einbauen zu können.
28.7.2009: Die Arbeiten an der Welte-Orgel des Augustinermuseums in Freiburg gehen weiter: Orgelbauer Andreas Reinbold restauriert die großen Pfeifen des Subbass 16´.
Die Papierdichtungen über den Windladenrelais (Reisner Magnete Ansteuerung) wurde sorfältig von Orgelbauer Martin Jäger entfernt.
Orgelbauer Frieder Asch restauriert die Tasten des Welte-Spieltisches. Sie werden gereinigt, auf Schäden hin untersucht und ggf. fachgerecht repariert.
Silke Paal ist zur Zeit mit dem Austausch der Papierdichtungen an den Füllungen des Hauptbalges beschäftigt. Sie werden im klassischem Stil mit Warmleim auf die papierten Flächen geklebt. Somit ist wieder eine sehr gute Dichtigkeit für den späteren Orgelspielbetrieb gegeben.
Die Welte-Orgel hat insgesammt 3 Bälge für die Windversorgung. Sie werden in unserer Orgelbauwerkstatt komplett zerlegt, gereinigt und beschädigte Teile repariert oder ausgetauscht. Im Bild links säubert Dipl.Restauratorin FH Patricia Gabriac die Oberfläche des Balges für das 2.Manual.
20.Juli 2009: Die Restaurierungsarbeiten an der Welte-Orgel gehen gut voran. Orgelbauer Andreas Reinbold retuschiert fachgerecht größere Farbschäden behutsam am Spieltischgehäuse.
15.Juli 2009: Wir haben mit den Restaurierungsarbeiten an den Windladen begonnen: Orgelbauer Martin Jäger entfernt mit viel Sorgfalt und handwerklichem Geschick die Taschenventile aus der Hauptwerkslade.

1.7.2009: Der größte Teil der Pfeifen ist jetzt zur Bearbeitung in unseren Werkstatträumen gelagert. Sie werden jetzt gründlich gereinigt und dann nach restauratorischen Gesichtspunkten aufgearbeitet.

27.6.2008: Die Restaurierungsarbeiten an den Zusatzladen haben begonnen: Orgelbauer Martin Jäger ergänzt vorsichtig die fehlenden Holzstücke in den Laden.

24.6.2009: Wir haben damit begonnen die Orgelteile wie Windladen, Bälge und Pfeifen aus dem Lager in Freiburg hier in unsere Orgelbau Werkstatt zu holen.














































































































